Psychosoziale Beratung

Psychosoziale Beratung ist mehr als „nur“ ein Beruf

Psychosoziale Beratung unterstützt und begleitet Menschen in diversen Lebenssituationen wissenschaftsbasiert durch gezielte Gespräche und persönliche Begegnung sowie supportive und aktivierende Angebote. Sie dient dazu, persönliche Potenziale der Klientinnen und Klienten zu entdecken und deren Weiterentwicklung zu fördern. Über zwischenmenschliche Begegnung und Beziehung trägt sie dazu bei, belastende und schwierige Situationen besser zu ertragen oder zu verändern und nach neuen Lösungsbewältigungsmöglichkeiten in herausfordernden Lebenslagen Ausschau zu halten. Die psychosoziale Beratung unterstützt zudem die Bewältigung des Alltags von Klientinnen und Klienten durch lösungsorientierte Ansätze: statt des als Herausforderung erlebten Problems wird die Vielzahl an Lösungsmöglichkeiten in den Fokus gerückt.

Eigentlich könnte man annehmen, dass wir Menschen uns alle in sozialen Systemen befinden, in welchen diese Begleitung bereits als fixer Bestandteil inkludiert ist: wir werden in eine Familie geboren, bauen uns einen Freundeskreis auf, gehen Beziehungen ein und treffen einander in beruflichen und außerberuflichen Gruppen. Und dennoch gibt es zahlreiche Situationen, in welchen wird das von den Beatles besungene „Let it be“ im Sinne eines „nimm es einmal hin und schau, was Du daraus machen kannst“ nicht erfahren beziehungsweise nicht nehmen können. Das sind die Momente, in welchen psychosoziale Beratung als Dienstleistung von unschätzbarem Wert in Anspruch genommen werden kann: in Form einer Supervision oder eines Coachings, um an unseren Kompetenzen zu arbeiten und diese zu festigen und auszubauen mit dem Mehrwert gewinnbarer Sicherheit, in Form einer Mediation, um eskalierenden Konflikten die Giftzähne zu ziehen und statt des Schlachtfeldes die damit ebenso verbundenen Chancen zu nutzen, in einer Krisenbegleitung, um wieder Boden unter den Fußen zu spüren für die nächsten Schritte, …

Die WHO, also die Weltgesundheitsorganisation, zählt psychosoziale Beratung nicht von ungefähr zu den Gesundheitsdienstleistungen. Denn: die Inanspruchnahme dieser Leistung hilft, die Gesundheit zu erhalten. Dies gilt nicht nur für das Stressmanagement und die Burnoutprävention als einem Aspekt des Portfolios der psychosozialen Beratung. Nicht nur ein unangemessener Umgang mit Stress kann krank machen und einen direkt auf eine schwerwiegende Erkrankung in Form eines Burnouts zusteuern lassen. Jede als Herausforderung erlebte Situation bietet die Grundlage, an ihr zu wachsen oder statt dessen die mentale und in weiterer Folge auch die körperliche Gesundheit zu riskieren.

In der psychosozialen Beratung geht es daher um mehr als „nur“ das eigene individuelle Lebensglück oder die Begleitung beim Auffinden der „richtigen“ nächsten Entscheidung: es geht um die Erhaltung der psychischen Gesundheit. Damit Herausforderungen, Stress, Verlust, Konflikte und andere weitläufig als schlimm konnotierte Lebensstationen nicht im wahrsten Sinne des Wortes krank machen.

In Österreich wird die psychische Gesundheit auch von der Rechtsordnung als besonders schützenswertes Gut betrachtet. Es bedarf daher besondere Befähigung und Kompetenzen, um Dienstleistungen zu deren Erhalt anbieten zu dürfen. Das ist auch enorm wichtig, und: Hand aufs Herz, würden wir uns jemandem anvertrauen mit Zahnschmerzen, wenn wir nicht davon ausgehen dürften, dass es einer intensiven Ausbildung und praktischer Erfahrung bedurfte, dass die Person, bei welcher wir einen Termin ausmachen, eine Ordination betreiben darf? Psychosoziale Beratung ist daher in Österreich ein so genanntes reglementiertes Gewerbe: nur wer im Umfang eines eigenen Studiums die entsprechenden Kompetenzen erworben hat, durch einschlägige fachliche Tätigkeit unter Supervision durch eine sehr erfahrene – ausbildungsberechtigte – Person auch unter Beweis gestellt hat, die praktische Umsetzung zu beherrschen und sich mit seiner eigenen Lebensgeschichte und Haltung intensiv auseinandergesetzt hat, darf diese so wertvollen Dienstleistungen anbieten. Denn an die eigene mentale Gesundheit sollte man nur jemanden heranlassen, der dies mit der entsprechenden Erfahrung, Offenheit und Wertschätzung kann. Das vorliegende Werk gibt einen großartigen ersten Einblick in einige der Grundlagen der psychosozialen Beratung. Wer nach der Lektüre in sich das Streben entdeckt, diesen Weg für sich selbst wie auch vielleicht in einem weiteren Schritt für andere weitergehen zu wollen, wird in der Ausbildung in psychosozialer Beratung Freude und Erfüllung finden. Wobei eine Warnung ausgesprochen sei: dieser Weg wird niemals enden, denn es gibt mehr Zugänge zu den jeweiligen Lebenssituationen, als es Menschen gibt, und auch wenn wir getragen sind von der sokratischen Haltung der Unwissenheit, so bleibt der Wunsch, den Wissensdurst in einem unendlichen Feld hilfreicher Ansätze, Interventionen und Methoden zu stillen. Wer sich auf diese Reise begibt, wird daher stets in Bewegung bleiben.

Die Ausbildung

Im Rahmen des zertifizierten Lehrgangs ZA-LSB 2024-013 werden die in der Ausbildungsverordnung BGBl. II Nr. 116/2022 beschriebenen Module angeboten. Bis zur Abschlussprüfung ist neben Nachweisen zur begleitend eigenverantwortlich zu organisierenden Praktischen Ausbildung in unterschiedlichen Handlungsfeldern unter begleitender Supervision (welche im Lehrgang bereits inkludiert ist mit 100 Stunden Gruppensupervision) nur noch eine Bestätigung zur erfolgten Inanspruchnahme von mindestens 37,5 Stunden Einzelselbsterfahrung zur erfolgten Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte, dem eigenen Verhalten in der Gruppe, Lebensrollen, mit der Herkunftsfamilie, Verhaltens- und Kommunikationsmustern, eigenen Beziehungsmustern, Sexualität, Verlust und Abschied durch Vorlage einer diesbezüglichen Bestätigung einer ausbildungsberechtigten Person erforderlich. Damit wird in Summe der für die Erlangung der Gewerbeberechtigung erforderliche Workload von 4500 Stunden erbracht. Nach erfolgreicher Absolvierung des Workloads durch Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen mit laufendem Beleg des in Eigenverantwortung zu erarbeitenden vertiefenden Workloads und positiver Absolvierung der Überprüfungen in den Präsenzveranstaltungen sowie der abschließenden Gesamtprüfung wird ein entsprechendes Zeugnis ausgestellt, mit welchem die Anmeldung zur Befähigungsprüfung bei der in der Wirtschaftskammer eingerichteten Meisterprüfungsstelle erfolgen kann, deren positiver Abschluss in beiden Modulen Voraussetzung für die Eintragung ins Gewerberegister zum reglementierten Gewerbe mit dem Wortlaut „Lebens- und Sozialberatung unter Ausschluss der Ernährungsberatung und der sportwissenschaftlichen Beratung“ ist.

Lass uns reden ist das erste NÖ Ausbildungsinstitut, welches dafür zertifiziert wurde gemäß den Bestimmungen der neuen Ausbildungsverordnung BGBl. II Nr. 116/2022, und diese Möglichkeit schafft: in drei Jahren zur Gewerbeberechtigung der Psychosozialen Beratung und damit zur Möglichkeit, selbstständig Menschen durch als Herausforderung erlebte Situationen zu begleiten!

Der Lehrgang ist so konzipiert, dass die Teilnehmenden nach dessen Abschluss

  1. die Kompetenz, das erworbene Wissen und die Kenntnisse über einen wissenschaftlich fundierten Beratungsprozess in der Praxis anzuwenden und auf die individuellen Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten anzupassen, haben,
  2. in der Lage sind, eine klare und eindeutige Auftragsklärung zu Beginn des Beratungsprozesses durchzuführen und diese methodisch und didaktisch individuell zu entwerfen,
  3. um die Wirkung und Auswirkung von zum Thema passenden Settings und Gestaltungsmodalitäten Bescheid wissen und in der Lage sind, diese situativ auf das Thema und die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten abzustimmen,
  4. in der Lage sind, wissenschaftlich fundierte Methoden und Interventionen für den individuellen Beratungsprozess auszuwählen und zu entscheiden, welche Intervention zu welchem Zeitpunkt für die Klientinnen und Klienten sinnvoll und für den Beratungsprozess zieldienlich ist,
  5. in der Lage sind, jede Sitzung des Beratungsprozesses inhaltlich so zu dokumentieren, dass diese Dokumentation sowohl die Sitzung thematisch wie auch methodisch beschreibt und als Grundlage für die kommende Sitzung dient,
  6. in der Lage sind, die für das Wahlmodulbündel „Selbstführung und Mentaltraining, Karriere und Bewerbung, Stress- und Burn-out-Prophylaxe, Work-Life-Balance, Kommunikation und Konfliktberatung, Mediation und Selbsterfahrung“ wesentlichen und typischen Methoden und Interventionen einzusetzen und diese für den jeweils spezifischen Beratungsanlass abzuwandeln, anzupassen und im Sinn des Transfers und deren Wirkung und Auswirkung anzuwenden und
  7. in der Lage sind, auf die für die im Wahmodulbündel „Selbstführung und Mentaltraining, Karriere und Bewerbung, Stress- und Burn-out-Prophylaxe, Work-Life-Balance, Kommunikation und Konfliktberatung, Mediation und Selbsterfahrung“ angeführten Beratungsfelder typischen Beratungsmodelle auf konkrete Beratungsprozesse anzuwenden, durchzuführen und diese Prozesse zu steuern.

Der Lehrgang umfasst 44 Wochenenden Präsenzunterricht und 10 Gruppensupervisionstage; Einzelselbsterfahrung ist ebenso selbstständig zu organisieren und zu belegen wie der jeweils zusätzlich zu erbringende Workload und die Praktische Ausbildung in unterschiedlichen Handlungsfeldern (Peergroup, Vortragstätigkeit, Praktikum, Selbstständige Beratung).

Eine laufende Überprüfung des Lernerfolges findet in den einzelnen Modulen in Form von Referaten, schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie Fallvignetten statt. Am Ende des Lehrgangs ist eine mündliche Prüfung (Abschlussprüfung) zu absolvieren.

Nächster Lehrgangsstart: Dezember 2026. Anmeldungen (Restplätze) möglich bei Stefanie Gaugl (steffigaugl@gmail.com).

Specials bei Lass uns reden

Bei Lass uns reden werden Vorausbildungen nicht einfach nur angerechnet in Form der Möglichkeit, die eine oder andere Lehrveranstaltung nicht mitmachen zu müssen. Hier werden speziell auf die jeweiligen Berufsgruppen zurechtgeschnittene Lehrgänge angeboten, in denen wirklich nur auf jene Inhalte eingegangen wird, welche noch fehlen. Denn: wozu sollte sich jemand, der bereits eine Ausbildung für den gehobenen Dienst in der Gesundheits- und Krankenpflege erfolgreich absolviert hat, mit medizinischen Grundlagen beschäftigen müssen – oder jemand, der das Studium der Sozialen Arbeit absolviert hat, die Formen der Begleitung durch krisenhaft erlebte Situationen nochmals erlernen? Individualität ist in der psychosozialen Beratung unverzichtbar – und das darf sich auch in der Ausbildung bereits zeigen. Bei Lass uns reden etwa bereits im vielfältigen Lehrgangsangebot mit speziell auf verschiedene Berufsgruppen zurechtgeschnittene Aufschulungsangebote:

Speziallehrgang „Aufschulung Soziale Arbeit“

Im Rahmen des zertifizierten Lehrgangs ZA-LSB 2024-013 werden die in der Ausbildungsverordnung BGBl. II Nr. 116/2022 beschriebenen Module „Methodik und Technik der Beratung“, „Freie Wahlmodule“ sowie „Gruppensupervision“ gebündelt angeboten. Bis zur Abschlussprüfung ist nur noch der Nachweis zur erfolgten Inanspruchnahme von mindestens 37,5 Stunden Einzelselbsterfahrung zur erfolgten Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte, dem eigenen Verhalten in der Gruppe, Lebensrollen, mit der Herkunftsfamilie, Verhaltens- und Kommunikationsmustern, eigenen Beziehungsmustern, Sexualität, Verlust und Abschied durch Vorlage einer diesbezüglichen Bestätigung einer ausbildungsberechtigten Person zu erbringen, sodass der für die Erlangung der Gewerbeberechtigung noch erforderliche Workload von 762,5 Stunden erbracht ist. Nach erfolgreicher Absolvierung des Workloads durch Teilnahme an den in Summe 286 Stunden Präsenzveranstaltungen mit laufendem Beleg des in Eigenverantwortung zu erarbeitenden vertiefenden Workloads und positiver Absolvierung der Überprüfungen in den Präsenzveranstaltungen sowie der abschließenden Gesamtprüfung wird ein entsprechendes Zeugnis ausgestellt, mit welchem die Eintragung ins Gewerberegister zum reglementierten Gewerbe mit dem Wortlaut „Lebens- und Sozialberatung unter Ausschluss der Ernährungsberatung und der sportwissenschaftlichen Beratung“ beantragt werden kann.

Zulassungsvoraussetzung zu diesem Speziallehrgang ist die Vorlage eines Diploms, mit welchem die erfolgreiche Absolvierung der Akademie für Sozialarbeit, eines Fachhochschullehrgangs für Soziale Arbeit oder des Universitätsstudiums „Soziale Arbeit“ belegt wird.

Lass uns reden ist das erste NÖ Ausbildungsinstitut, welches dafür zertifiziert wurde gemäß den Bestimmungen der neuen Ausbildungsverordnung BGBl. II Nr. 116/2022, und diese Möglichkeit schafft: in weniger als einem Jahr zur Gewerbeberechtigung der Psychosozialen Beratung und damit zur Möglichkeit, selbstständig Menschen durch als Herausforderung erlebte Situationen zu begleiten!

Der Lehrgang ist so konzipiert, dass die Teilnehmenden nach dessen Abschluss

  1. die Kompetenz, das erworbene Wissen und die Kenntnisse über einen wissenschaftlich fundierten Beratungsprozess in der Praxis anzuwenden und auf die individuellen Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten anzupassen, haben,
  2. in der Lage sind, eine klare und eindeutige Auftragsklärung zu Beginn des Beratungsprozesses durchzuführen und diese methodisch und didaktisch individuell zu entwerfen,
  3. um die Wirkung und Auswirkung von zum Thema passenden Settings und Gestaltungsmodalitäten Bescheid wissen und in der Lage sind, diese situativ auf das Thema und die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten abzustimmen,
  4. in der Lage sind, wissenschaftlich fundierte Methoden und Interventionen für den individuellen Beratungsprozess auszuwählen und zu entscheiden, welche Intervention zu welchem Zeitpunkt für die Klientinnen und Klienten sinnvoll und für den Beratungsprozess zieldienlich ist,
  5. in der Lage sind, jede Sitzung des Beratungsprozesses inhaltlich so zu dokumentieren, dass diese Dokumentation sowohl die Sitzung thematisch wie auch methodisch beschreibt und als Grundlage für die kommende Sitzung dient,
  6. in der Lage sind, die für das Wahlmodulbündel „Selbstführung und Mentaltraining, Karriere und Bewerbung, Stress- und Burn-out-Prophylaxe, Work-Life-Balance, Kommunikation und Konfliktberatung, Mediation und Selbsterfahrung“ wesentlichen und typischen Methoden und Interventionen einzusetzen und diese für den jeweils spezifischen Beratungsanlass abzuwandeln, anzupassen und im Sinn des Transfers und deren Wirkung und Auswirkung anzuwenden und
  7. in der Lage sind, auf die für die im Wahmodulbündel „Selbstführung und Mentaltraining, Karriere und Bewerbung, Stress- und Burn-out-Prophylaxe, Work-Life-Balance, Kommunikation und Konfliktberatung, Mediation und Selbsterfahrung“ angeführten Beratungsfelder typischen Beratungsmodelle auf konkrete Beratungsprozesse anzuwenden, durchzuführen und diese Prozesse zu steuern.

Der Lehrgang umfasst 9 Wochenenden Präsenzunterricht und 5 Gruppensupervisionswochenenden; Einzelselbsterfahrung ist selbstständig zu organisieren und zu belegen. Wer bereits über eine dreijährige Berufserfahrung in der Sozialen Arbeit verfügt, kann optional drei Lehrveranstaltungen dazubuchen und zugleich den Abschluss zum „zertifizierten Mediator“ beziehungsweise zur „zertifizierten Mediatorin“ gemäß Anlage 4 der Verordnung des Bundesministers für Justiz über die Ausbildung zum eingetragenen Mediator (Zivilrechts-Mediations-Ausbildungsverordnung – ZivMediat-AV), BGBl. II Nr. 47/2004 in der derzeit geltenden Fassung erlangen.

Eine laufende Überprüfung des Lernerfolges findet in den einzelnen Modulen in Form von Referaten, schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie Fallvignetten statt. Am Ende des Lehrgangs ist eine mündliche Prüfung (Abschlussprüfung) zu absolvieren.

Nächster Lehrgangsstart: 20. Dezember 2025. Anmeldungen (Restplätze) möglich bei Stefanie Gaugl (steffigaugl@gmail.com).

Lehrgangsort: 3390 Melk, Wiener Straße 45/1. Stock

Speziallehrgang „Gesundheits- und Krankenpflege“

Für alle, die eine Ausbildung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege gemäß den Bestimmungen des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG), BGBl. I Nr. 108/1997, abgeschlossen haben, wurde ein eigenes Curriculum erstellt: im Rahmen des zertifizierten Lehrgangs ZA-LSB 2024-013 müssen nur noch die in der Ausbildungsverordnung BGBl. II Nr. 116/2022 als fehlend beschriebenen Module belegt werden. Selbst organisiert werden bis zur Abschlussprüfung nur noch ein Nachweis zu geleisteten Seminartätigkeiten zu Themen aus dem Tätigkeitsfeld der psychosozialen Beratung (Leitung oder Assistenz von Vorträgen und Workshops) im Umfang von 50 Stunden zuzüglich Vor.- und Nachbereitungsaufwand im Umfang von 25 Stunden sowie ein Nachweis zur erfolgten Inanspruchnahme von mindestens 37,5 Stunden Einzelselbsterfahrung zur erfolgten Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte, dem eigenen Verhalten in der Gruppe, Lebensrollen, mit der Herkunftsfamilie, Verhaltens- und Kommunikationsmustern, eigenen Beziehungsmustern, Sexualität, Verlust und Abschied durch Vorlage einer diesbezüglichen Bestätigung einer ausbildungsberechtigten Person. Damit ist der für die Erlangung der Gewerbeberechtigung noch erforderliche Workload von 2225 Stunden erbracht. Nach erfolgreicher Absolvierung des Workloads durch Teilnahme an den in Summe 29 Wochenenden Präsenzveranstaltungen mit laufendem Beleg des in Eigenverantwortung zu erarbeitenden vertiefenden Workloads und positiver Absolvierung der Überprüfungen in den Präsenzveranstaltungen sowie der abschließenden Gesamtprüfung wird ein entsprechendes Zeugnis ausgestellt, mit welchem die Eintragung ins Gewerberegister zum reglementierten Gewerbe mit dem Wortlaut „Lebens- und Sozialberatung unter Ausschluss der Ernährungsberatung und der sportwissenschaftlichen Beratung“ beantragt werden kann.

Lass uns reden ist das erste NÖ Ausbildungsinstitut, welches dafür zertifiziert wurde gemäß den Bestimmungen der neuen Ausbildungsverordnung BGBl. II Nr. 116/2022, und diese Möglichkeit schafft: in nur 29 Lehrgangswochenenden in zwei Jahren zur Gewerbeberechtigung der Psychosozialen Beratung und damit zur Möglichkeit, selbstständig Menschen durch als Herausforderung erlebte Situationen zu begleiten! Lass uns reden ist auch gelistetes Qualitätsinstitut nach Cert NÖ und Ö-Cert.

Der Lehrgang ist so konzipiert, dass die Teilnehmenden nach dessen Abschluss

  1. die Kompetenz, das erworbene Wissen und die Kenntnisse über einen wissenschaftlich fundierten Beratungsprozess in der Praxis anzuwenden und auf die individuellen Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten anzupassen, haben,
  2. in der Lage sind, eine klare und eindeutige Auftragsklärung zu Beginn des Beratungsprozesses durchzuführen und diese methodisch und didaktisch individuell zu entwerfen,
  3. um die Wirkung und Auswirkung von zum Thema passenden Settings und Gestaltungsmodalitäten Bescheid wissen und in der Lage sind, diese situativ auf das Thema und die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten abzustimmen,
  4. in der Lage sind, wissenschaftlich fundierte Methoden und Interventionen für den individuellen Beratungsprozess auszuwählen und zu entscheiden, welche Intervention zu welchem Zeitpunkt für die Klientinnen und Klienten sinnvoll und für den Beratungsprozess zieldienlich ist,
  5. in der Lage sind, jede Sitzung des Beratungsprozesses inhaltlich so zu dokumentieren, dass diese Dokumentation sowohl die Sitzung thematisch wie auch methodisch beschreibt und als Grundlage für die kommende Sitzung dient,
  6. in der Lage sind, die für das Wahlmodulbündel „Selbstführung und Mentaltraining, Karriere und Bewerbung, Stress- und Burn-out-Prophylaxe, Work-Life-Balance, Kommunikation und Konfliktberatung, Mediation und Selbsterfahrung“ wesentlichen und typischen Methoden und Interventionen einzusetzen und diese für den jeweils spezifischen Beratungsanlass abzuwandeln, anzupassen und im Sinn des Transfers und deren Wirkung und Auswirkung anzuwenden und
  7. in der Lage sind, auf die für die im Wahmodulbündel „Selbstführung und Mentaltraining, Karriere und Bewerbung, Stress- und Burn-out-Prophylaxe, Work-Life-Balance, Kommunikation und Konfliktberatung, Mediation und Selbsterfahrung“ angeführten Beratungsfelder typischen Beratungsmodelle auf konkrete Beratungsprozesse anzuwenden, durchzuführen und diese Prozesse zu steuern.

Der Lehrgang umfasst 24 Wochenenden Präsenzunterricht und 5 Gruppensupervisionswochenenden; Einzelselbsterfahrung ist selbstständig zu organisieren und zu belegen.

Eine laufende Überprüfung des Lernerfolges findet in den einzelnen Modulen in Form von Referaten, schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie Fallvignetten statt. Am Ende des Lehrgangs ist eine mündliche Prüfung (Abschlussprüfung) zu absolvieren.

Nächster Lehrgangsstart: 1. August 2026. Anmeldungen möglich bei Stefanie Gaugl (steffigaugl@gmail.com).

Lehrgangsort: 3390 Melk, Wiener Straße 45/1. Stock

Speziallehrgang „Pädagogik“

Für alle, die über einen erfolgreichen Abschluss einer pädagogischen, berufspädagogischen, religionspädagogischen oder sozialpädagogischen Bildungsanstalt oder Studienrichtung (Beispiele hierfür sind etwa Lehramtsstudien oder Elementarpädagogik, also Bildungs-, Erziehungs-, Lern- und Lehrausbildungen mit inhaltlichem Schwerpunkt im pädagogischen Bereich und Professionsorientierung durch starken Praxis- und Methodenbezug, jedenfalls Abschlüsse als BEd oder MEd), verfügen, wurde ein eigenes Curriculum erstellt: im Rahmen des zertifizierten Lehrgangs ZA-LSB 2024-013 müssen nur noch die in der Ausbildungsverordnung BGBl. II Nr. 116/2022 als fehlend beschriebenen Module belegt werden. Selbst organisiert werden bis zur Abschlussprüfung nur noch ein Nachweis zu einem geleisteten Praktikum im Umfang von 150 Stunden zuzüglich Vor- und Nachbereitungsaufwand von 75 Stunden, ein Nachweis zu geleisteten Seminartätigkeiten zu Themen aus dem Tätigkeitsfeld der psychosozialen Beratung (Leitung oder Assistenz von Vorträgen und Workshops) im Umfang von 50 Stunden zuzüglich Vor.- und Nachbereitungsaufwand im Umfang von 25 Stunden sowie ein Nachweis zur erfolgten Inanspruchnahme von mindestens 37,5 Stunden Einzelselbsterfahrung zur erfolgten Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte, dem eigenen Verhalten in der Gruppe, Lebensrollen, mit der Herkunftsfamilie, Verhaltens- und Kommunikationsmustern, eigenen Beziehungsmustern, Sexualität, Verlust und Abschied durch Vorlage einer diesbezüglichen Bestätigung einer ausbildungsberechtigten Person. Damit ist der für die Erlangung der Gewerbeberechtigung noch erforderliche Workload von 2725 Stunden erbracht. Nach erfolgreicher Absolvierung des Workloads durch Teilnahme an den in Summe 36 Wochenenden Präsenzveranstaltungen mit laufendem Beleg des in Eigenverantwortung zu erarbeitenden vertiefenden Workloads und positiver Absolvierung der Überprüfungen in den Präsenzveranstaltungen sowie der abschließenden Gesamtprüfung wird ein entsprechendes Zeugnis ausgestellt, mit welchem die Eintragung ins Gewerberegister zum reglementierten Gewerbe mit dem Wortlaut „Lebens- und Sozialberatung unter Ausschluss der Ernährungsberatung und der sportwissenschaftlichen Beratung“ beantragt werden kann.

Lass uns reden ist das erste NÖ Ausbildungsinstitut, welches dafür zertifiziert wurde gemäß den Bestimmungen der neuen Ausbildungsverordnung BGBl. II Nr. 116/2022, und diese Möglichkeit schafft: in nur 36 Lehrgangswochenenden in zwei Jahren zur Gewerbeberechtigung der Psychosozialen Beratung und damit zur Möglichkeit, selbstständig Menschen durch als Herausforderung erlebte Situationen zu begleiten! Lass uns reden ist auch gelistetes Qualitätsinstitut nach Cert NÖ und Ö-Cert.

Der Lehrgang ist so konzipiert, dass die Teilnehmenden nach dessen Abschluss

  1. die Kompetenz, das erworbene Wissen und die Kenntnisse über einen wissenschaftlich fundierten Beratungsprozess in der Praxis anzuwenden und auf die individuellen Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten anzupassen, haben,
  2. in der Lage sind, eine klare und eindeutige Auftragsklärung zu Beginn des Beratungsprozesses durchzuführen und diese methodisch und didaktisch individuell zu entwerfen,
  3. um die Wirkung und Auswirkung von zum Thema passenden Settings und Gestaltungsmodalitäten Bescheid wissen und in der Lage sind, diese situativ auf das Thema und die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten abzustimmen,
  4. in der Lage sind, wissenschaftlich fundierte Methoden und Interventionen für den individuellen Beratungsprozess auszuwählen und zu entscheiden, welche Intervention zu welchem Zeitpunkt für die Klientinnen und Klienten sinnvoll und für den Beratungsprozess zieldienlich ist,
  5. in der Lage sind, jede Sitzung des Beratungsprozesses inhaltlich so zu dokumentieren, dass diese Dokumentation sowohl die Sitzung thematisch wie auch methodisch beschreibt und als Grundlage für die kommende Sitzung dient,
  6. in der Lage sind, die für das Wahlmodulbündel „Selbstführung und Mentaltraining, Karriere und Bewerbung, Stress- und Burn-out-Prophylaxe, Work-Life-Balance, Kommunikation und Konfliktberatung, Mediation und Selbsterfahrung“ wesentlichen und typischen Methoden und Interventionen einzusetzen und diese für den jeweils spezifischen Beratungsanlass abzuwandeln, anzupassen und im Sinn des Transfers und deren Wirkung und Auswirkung anzuwenden und
  7. in der Lage sind, auf die für die im Wahmodulbündel „Selbstführung und Mentaltraining, Karriere und Bewerbung, Stress- und Burn-out-Prophylaxe, Work-Life-Balance, Kommunikation und Konfliktberatung, Mediation und Selbsterfahrung“ angeführten Beratungsfelder typischen Beratungsmodelle auf konkrete Beratungsprozesse anzuwenden, durchzuführen und diese Prozesse zu steuern.

Der Lehrgang umfasst 31 Wochenenden Präsenzunterricht und 5 Gruppensupervisionswochenenden; Einzelselbsterfahrung ist selbstständig zu organisieren und zu belegen.

Eine laufende Überprüfung des Lernerfolges findet in den einzelnen Modulen in Form von Referaten, schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie Fallvignetten statt. Am Ende des Lehrgangs ist eine mündliche Prüfung (Abschlussprüfung) zu absolvieren.

Nächster Lehrgangsstart: 1. August 2026. Anmeldungen möglich bei Stefanie Gaugl (steffigaugl@gmail.com).

Lehrgangsort: 3390 Melk, Wiener Straße 45/1. Stock

Speziallehrgang „Existenzanalyse und Mediation“

Aber auch Kolleginnen und Kollegen, welche bereits seit mindestens drei Jahren über ein aufrechtes Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung/psychosozialen Beratung verfügen, gibt es ein Special: in 11 Monaten zum „zertifizierten Mediator“ beziehungsweise zur „zertifizierten Mediatorin“ gemäß Anlage 4 der Verordnung des Bundesministers für Justiz über die Ausbildung zum eingetragenen Mediator (Zivilrechts-Mediations-Ausbildungsverordnung – ZivMediat-AV), BGBl. II Nr. 47/2004 in der derzeit geltenden Fassung in Kombination mit einer Zusatzausbildung in der Methodik der Existenzanalyse in der Psychosozialen Beratung an in Summe 17 Lehrveranstaltungswochenenden als Erweiterung der Berufspraxis in Lebens- und Sozialberatung (Psychosoziale Beratung). Fortbildung mit besonderem Mehrwert. Nur noch Einzelselbsterfahrung (20 Stunden), Einzelsupervision (3 Stunden), Peergrouptätigkeit (10 Stunden), Falldokumentation und der je Modul neben der Teilnahme am Präsenzunterricht zu erbringende Workload sind eigenständig zu erbringen beziehungsweise in Anspruch zu nehmen und gegenüber Lass uns reden zu belegen.

Der Lehrgang umfasst 9 Wochenenden Präsenzunterricht und 5 Gruppensupervisionswochenenden; Einzelselbsterfahrung ist selbstständig zu organisieren und zu belegen.

Eine laufende Überprüfung des Lernerfolges findet in den einzelnen Modulen in Form von Referaten, schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie Fallvignetten statt. Am Ende des Lehrgangs ist eine mündliche Prüfung (Abschlussprüfung) zu absolvieren.

Nächster Lehrgangsstart: 20. Dezember 2025. Anmeldungen (Restplätze) möglich bei Stefanie Gaugl (steffigaugl@gmail.com).

Lehrgangsort: 3390 Melk, Wiener Straße 45/1. Stock

Speziallehrgang „Supervision“

Dieser Lehrgang richtet sich vor allem an Angehörige des Berufsstandes der Psychosozialen Beratung, die ihre Kompetenzen im Bereich Supervision vertiefen und festigen wollen. Er ist dabei selbstverständlich nach den Anforderungen der neuen Ausbildungsverordnung, BGBl. II Nr. 116/2022, konzipiert mit einem Workload von 250 Stunden (mit mindestens 86 Präsenzzeitstunden).

Als Supervisorin beziehungsweise Supervisor leiten wir Einzelpersonen, Teams und Gruppen an, arbeitsplatzbezogene Anliegen zu reflektieren. Wir regen zu Selbstlernprozessen an und geben Unterstützung im Bereich der persönlichen beruflichen Weiterbildung, der Leitungs- und/oder Kooperationskompetenz, der Rollen- und Funktionsberatung und der Organisationsentwicklung. In der Ausbildung in Psychosozialer Beratung kommt uns ebenfalls eine zentrale Rolle zu, dürfen wir doch die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen mit Vorliegen der Ausbildungsberechtigung bei der praktischen Umsetzung der erworbenen Fähigkeiten und entwickelten Kompetenzen mit einer Draufsicht begleiten.

Nach erfolgreicher Absolvierung des Workloads durch Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen mit laufendem Beleg des in Eigenverantwortung zu erarbeitenden vertiefenden Workloads und positiver Absolvierung der Überprüfungen in den Präsenzveranstaltungen sowie der abschließenden Gesamtprüfung wird ein entsprechendes Zeugnis ausgestellt. In diesem Zeugnis wird die Absolvierung des Lehrgangs „Supervision“ mit Ausweisung der einzelnen Module des Curriculums und der jeweils lehrenden Person bestätigt. Dieses kann gemeinsam mit dem Nachweis einer mindestens 3-jährigen und uneingeschränkten Selbständigkeit im Bereich des Gewerbes der Lebens- und Sozialberatung (psychosoziale Beratung), dem Nachweis von mindestens 40 selbständig geleiteten Supervisionseinheiten in diesem Bereich ab Fortbildungsbeginn und der Bestätigung der dazu erfolgten Inanspruchnahme von mindestens 5 Einzelsupervisionseinheiten bei einem beim Fachverband eingetragenen Experten für Supervision beziehungsweise einer beim Fachverband eingetragenen Expertin für Supervision als Grundlage dienen für eine Einreichung beim Fachverband Personenberatung und Personenbetreuung in der WKÖ zwecks Eintragung in den Expertenpool Supervision.

Der Lehrgang umfasst 5 Wochenenden Präsenzunterricht.

Eine laufende Überprüfung des Lernerfolges findet in den einzelnen Modulen in Form von Referaten, schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie Fallvignetten statt. Am Ende des Lehrgangs ist eine mündliche Prüfung (Abschlussprüfung) zu absolvieren.

Nächster Lehrgangsstart: 25. Juli 2026. Anmeldungen bereits jetzt möglich bei Stefanie Gaugl (steffigaugl@gmail.com).

Lehrgangsort: 3390 Melk, Wiener Straße 45/1. Stock

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